Chor:
” Hallo Hallo”
Solist:
“Was da passiert ist, wird immer klarer. Es geht um folgendes: Ich weiß, dass ich es unbewußt mein ganzes Leben lang tat. Und was voriges Jahr war, war auch bereits da.”
Chor:
” Hallo Hallo”
Solist:
“Was da passiert ist, wird immer klarer. Es geht um folgendes: Ich weiß, dass ich es unbewußt mein ganzes Leben lang tat. Und was voriges Jahr war, war auch bereits da.”
Es gibt sie überall, ob in der Schlange zur Kasse im Supermarkt, im Restaurant am Nebentisch oder im Zugabteil: telefonierende Menschen. Ob sich die Umgebung davon gestört fühlt oder sogar peinlich berührt von den mitgehörten Gesprächsinhalten ist scheint da keine Rolle zu spielen. Vor allem im Zug, wo es wenige Ausweichmöglichkeiten gibt kann man sich schon mal vom lautstark telefonierenden Hintermann genervt fühlen.
So ging es auch dem Berliner Elektronikkünstler Karl Heinz Jeron. Doch anstatt sich darüber weiterhin aufzuregen begann er die mitgehörten Handytelefonate in Notizbüchern mitzuschreiben, zunächst ohne Ziel. Eine Idee ließ nicht lange auf sich warten: die Handymonologe sollen in einer Oper zum Klingen gebracht werden. „Hermes“ ist der Titel.
Beitrag von Julia Spyker
Der Chor singt in der Luft. Hier ist ein Sänger am Seil hängend zu sehen.
am 9. Dezember 2011 ab 14.00 im Künstlerdorf Schöppingen Feuerstiege 6 48624 Schöppingen

Nach zwei Monaten bin ich ein gutes Stück voran gekommen und möchte zu einer kurzen Preview einladen.
Die Vorführung findet in Schöppingen statt, wo ich zur Zeit ein Stipendium verbringe.
Über einen Besuch würde ich mich sehr freuen.
Heute fahre ich ins Münsterland nach Schöppingen und beginne dort in meinem Atelier der Stiftung Schöppingen die Arbeit an der Hermes Oper. Dank der Agentur Kolle Rebbe habe ich genug Materialgeld, um einen Solisten und den Chor zu bauen. Im Dezember gibt es auf jeden Fall eine kleine Preview und sicher zwischendurch ein kleines Video über die Fortschritte.
Damit es weiter in großen Schritten vorangeht, rechne ich mit eurer finanziellen Unterstützung http://www.startnext.de/hermes
Er ist geschieden. Hat er hat eine Freundin?
Ich bin dann im Hotel. Haha und er soll auch ein Einzelzimmer buchen. Das schnallt die nie. Auf jeden Fall. Lieber hab ich ihn an den Wochenenden. Ha ha. Das kann ich jetzt nicht erzählen. Ha ha du weißt schon … ha ha lecker. gut gebaut. Apropos ich würd mich auch mal wieder mit Julia treffen. Wenn sie nicht zickt. Nur ihr Typ. Der geht gar nicht. Wenn die ohne ihn kommt wärs mir lieber. Letztes Mal war er echt daneben. Erst ne große Klappe und dann … Ha Ha ja genau Was Julia an ihm findet ist mir echt schleierhaft. Wo ist Julia? Ne oder. Glaub ich nicht. Ne Ne das erzählt sie doch nur, damit sie nicht so doof dasteht. Ich sag dir nen Schlaffi erkenn ich sofort.
Ups. Oh die gucken hier schon. Lass uns aber auf jeden Fall am Wochenende treffen. Aber blos nicht zu viele Typen, mehr Mädels sonst hab ich keinen Bock. Ha ha Girlpower.
Fotolia liefert das Material für Die Bühnenbildprojektion.
Ich habe nun unentgeldlichen Zugriff auf über 14 Millionen professionelle Bilder.

Wo gibts den, und warum schreit jeder danach? Der kann doch nicht härter sein, wie
jeder andere Stahl. Vielleicht sollte ich einen Versandhandel damit eröffnen.
Dem Hauer verrat ich das aber nicht. Mal sehen wie lang es noch gut geht in der Firma.
Ich hab mein Schäfchen im Trockenen.
Aber schon klar. Du hältst dich zurück. Nicht, dass da was durchsickert.
Ja ja ja schon gut. Ich mein ja nur.
Karl Heinz Jeron ist Elektronikkünstler und hat in der U-Bahn viele Handy-Telefonate mit angehört. Die verarbeitet er jetzt zu einer Oper

Schöppingen. Wer ist nicht bisweilen genervt, wenn er in der U- oder S-Bahn unfreiwilig Zeuge von Handy-Telefonaten anderer Fahrgäste wird? Karl Heinz Jeron (49) schlägt jetzt zurück. Der Elektronikkünstler plant eine Oper aus nervigen Handygesprächen. Jahrelang habe er sich auf Bahnfahrten über die lauten und sinnlosen Telefonate von Sitznachbarn geärgert. „Jetzt räche ich mich. Ich schreibe mit. Zwei Notizbücher sind schon voll.“ Aus den skurrilsten Sätzen, die er aufschnappte, will der Künstler ein Libretto verfassen. „Das wird eine Oper.“ Die Texte werde er digitalisieren und von Robotern aufsagen lassen. Für die Musik wolle er sich an einen Komponisten wenden. Kleiner Opern-Vorgeschmack: „Sollen wir die silber machen, oder in mehreren Farben? Grün, blau, rot? Ja. Ähmm. Ähmm. Ja, aber. So mal: blau, braun, schwarz, weiß, dass er heraus sticht.“ Der Konzeptkünstler Jeron ist Stipendiat des Künstlerdorfes Schöppingen im Münsterland. Er hat bereits Georg Friedrich Händels Wassermusik mit Robotern inszeniert.